Via Alpina Violett

Alpina Lila Straße

HIKING VIA ALPINA (Violette Route). Ruhige Wege der Via Alpina: entlang des Violetten Weges. Das violette Via Alpina ist rot und "VA" markiert. Der Via Alpina ist ein internationaler Fernwanderweg, der in fünf Abschnitte unterteilt ist, die in den Farben rot, violett,..

.. Schöne Etappe des violetten Weges der Via Alpina von Oberaudorf über das Hocheck und das Brünntal zum Brünnsteinhaus.

In der lilafarbenen Via Alpina

Die Tatsache, dass ich im Hochsommer die Via Alpina (die) wandern möchte, hat sich wohl schon herumgesprochen. Weil ich mehrere wochenlang nicht auf Tour war, kaum so viel auf das Rucksackgewicht achten musste und das Ganze auch nicht so mediengerecht vorbereiten wollte, hatte ich für das Wochenende an Pfingsten einen kleinen Testlauf vorbestimmt.

Um es wirklich glaubwürdig zu machen, habe ich eine andere Via Alpina (violett) gewählt, nur die Geräte mitgenommen, die ich ab dem I. Juni bei mir hatte und nur kleine Kartenteile für die Schifffahrt, die mir später zum Sturz gerieten. Bei der Via Alpina von Chamonix nach Oberstdorf wären das etwa 15 Landkarten und damit auf der einen Seite sehr viel Platz und auf der anderen Seite viel wiegend.

Die Rucksäcke waren so verpackt, wie ich es für die Via Alpina im Winter vorbereitete. Auf der anderen Seite fehlten meine geliebten Einlagen für meinen Schlafsäcke, die mir seit der Zeit in Tansania immer gut gedient haben. Auf der einen Seite dient er dem Schutz des Schlafsacks, auf der anderen Seite erwärmt er sich auch. Am Freitagnachmittag fuhr ich mit dem Bahn nach Garmisch-Partenkirchen, von wo ich die Enning-Alm ( "Entschuldigung Michi und Hartmut, aber ich werde den Allgäuunterschied zwischen Alm und Alpe nie lernen") innerhalb von 3,5 Std. erreichte.

Der Weg ging sowieso steil nach oben und gegen fünf Uhr war ich mit ein paar anderen Bikern auf dem Satteldach. Als ich mein eigenes Festzelt aufschlug, lag der begleitende Hering bequem im Haus. Ich hatte mich schon gefragt, warum der Reiserucksack so leicht war Nun, ich war in einem bewaldeten Gelände und bald waren fünf Reserveheringe eingeschnitzt.

Als ich die Matratze öffnete, kam der ältere Mann und sagte, er sei gespannt gewesen, wo ich mein Lager aufschlug. Wieso ich es so nahe am Schneefall gebaut hätte, wenn hier so viel Raum wäre. Ich fand auch, dass mein Schlafsäcke wärmer war, denn ich schlief mit ihm in Tansania bei -7°C.

Doch am folgenden Tag nahm ich seinen Vorschlag an. Natürlich stets instinktiv den Berg hinauf und auf dem 1818 Meter hoch gelegenen Feldernkopf stehend, staunte ich über den Untergang, der die Zugspitze und ihre Umgebung in ein wunderschönes Rottönen getaucht hat. Unglaublich, wie viel so ein dünner Gegenstand ist. Möglicherweise sollte ich es in der Via Alpina mitbringen?

Mehrstündige Wanderungen auf einfachen Bergwegen sind eine Sache, um sich seinen Befürchtungen zu stellen, sich auf andere zu verlassen und sich selbst zu fordern, eine andere. Schon nach zwei Std. war das Flusstal hinter mir und vor mir ein weiteres, das mich nach Hause mitnahm.

Bei der Einfahrt ins "letzte" Tal wurde für heute 2,5 Std. auf den Rücken geschrieben. Zuerst wollte ich oben meine Pause einlegen, aber das würde heißen, dass ich bis dahin beinahe sieben Autostunden lang auf der Straße gewesen wäre. Auch hier war der Schlussteil wieder ziemlich happig, als ich sogar den Weg verloren hatte.

Wieder und wieder glaubte ich, dass ich es bald getan haben muss, nur um nach der folgenden Umdrehung zu erkennen, dass es viel weiter war. Jedenfalls war ich einmal obenauf und bin enttaeuscht. Es wäre unangenehm, hier zu bleiben, der Sturm pfeifte, ein großes schneebedecktes Feld in einer Mulde und kaum ein Zeltboden.

Also was, zuerst das Vorzelt und der Schlafsäcke trocken, habe ich mir gedacht. Als ich noch in der Nähe des Linderhofs war, sah ich etwas, das ich wirklich meiden wollte: Den höchsten Berg erreichte man auf 1900 Metern Höhe, was bedeutet, dass dort noch immer viel Schneefall war. Die Überlegungen habe ich auf später verschoben und wollte mir ein direktes Abbild der Schießscharten aus dem Rücken holen, vielleicht gab es noch eine andere Möglickeit.

Im Vorzimmer der Baracke habe ich ihn zum Biwak eingeladen, weil er nur einen einzigen Schlafsäcke dabei hatte - ich war mit meinem Festzelt beweglicher. Eine Apfelsorte, ein Käsestück, eine Teetasse und danach eine Partie getrocknete Bandnudeln mit Champignonsauce. Natürlich mochte er den Äpfel und er war auch glücklich über ein Käsestück auf seinem Brötchen.

Auch er wollte am folgenden Tag nach Füssen, aber über die Bergkette über die Hohe Platte. Ich habe am naechsten Morgen meinen Radiowecker ignoriert, der mich normalerweise kurz vor dem Morgengrauen auf Tournee aufweckt. Man erzählte uns, dass der Schneefall unheimlich feucht und heftig war und dass die ganze Abfahrt keine große Lust war.

Um neun Uhr ging es dann zusammen zum Reitsattel, Philipp kletterte wieder hinauf zum Hochplateau, ich bin dem Hinweisschild zur Senke der Senke der Kenzenhütte nach. Immer noch 2,5 m Schneefall, es wäre schroff und besonders für sich allein genommen riskant. Auch durch eine Schießscharte, in der - wie mir der Fahrer später sagte - in diesem Jahr viel geschneit wurde.

Bustreiber und Vermieter hatten mit vier weiteren Tagen gerechnet, bis der Schneefall in diesem Bereich aufhörte. Die Via Alpina, die ich im Hochsommer wandern möchte, überschreitet jedoch oft 2000 Meter, manchmal sogar über 2500 Meter. Hat sich der Schneefall bis zum I. Juni nicht ganz aus den Schießscharten gelöst, muss ich über eine ganz andere Strecke nachdenken, denn diese unsicheren Abende und langwierigen, zögerlichen Entscheide sind nicht nur eine geistige Zusatzbelastung, die das Alleinwandern mit sich bringen kann, sondern auch sehr energieaufwendig.

Der Zeitaufwand, der mindestens auf diesem Abschnitt für die Via Alpina vorgegeben wurde, war immer auf +/- 15 min exakt, was zum einen gut für die weitere Vorbereitung ist, zum anderen ist es ein wenig traurig, denn ich hatte mir erhofft, tatsächlich wie gewohnt etwas kürzer als die vorgegebenen Zeiträume zu sein. Jetzt müssen wir warten und sehen, was der Schneefall in den kommenden Tagen bringt.

Eine weitere Besichtigung des Ammergebirges ist jedoch bereits geplant, denn das Gelände ist wirklich einzigartig schoen und abwechslungsreich. Durchführbar ist das Rucksackgewicht, die täglichen Etappen von 6 bis 8h.

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